Ayurveda beschreibt eine der ältesten Heilkünste der Menschheitsgeschichte. Ayurveda entstammt der indischen Heilkunst und bedeutet „Wissen vom Leben“. Sie befasst sich mit Methoden der Heilung auf eine sanfte Art. Eine gesunde Lebensweise soll in Kombination mit Spiritualität in Form einer ganzheitlichen Lebensphilosophie zu einem großen Stück wertvoller Lebensqualität führen.

Vorteile ayurvedischer Ernährung für ältere Menschen

Speziell älteren Menschen kann eine Nahrungsumstellung im Sinne der ayurvedischen Ernährungslehre helfen, das tägliche Essen für den Körper zu erleichtern und dennoch gesund und ausgewogen zu gestalten. Viele ältere Menschen haben mit Stoffwechselproblemen zu tun. Die Verdauung der aufgenommenen Nahrung funktioniert nicht richtig. Dadurch kann es zu Beeinträchtigung des gesamten Wohlbefindens kommen. Im indischen und im Zusammenhang mit der ayurvedischen Ernährungslehre wird diese Stärke des Feuers bei der Verdauung auch „Jatharagni” (wörtlich Bauch, Feuer) genannt. Auch die Funktionstüchtigkeit der Zähne lässt im Alter stark nach. Die Kost muss in diesem Fall den noch verbleibenden Funktionen der Zähne angepasst werden.

Wichtige Bestandteile der Ernährungslehre

Nach der ayurvedischen Lehre ist die Hauptmahlzeit mittags einzunehmen. Zu dieser Zeit funktioniert die Verdauung am besten. Die Nahrungsmittel sollten klein geschnitten, weich und erwärmt sein.

Der menschliche Körper braucht Kohlenhydrate. Weizen, Hafer oder Dinkel sind gute Kohlenhydratgeber. Darüber wird das Erdelement in der ayurvedischen Ernährungslehre abgedeckt.

Fett spielt bei der Nahrungsaufnahme eine wichtige Rolle. Fett schützt vor zunehmender Trockenheit und kann einen bereits bestehenden Trockenheitszustand wieder ausgleichen. Empfehlenswert ist für ältere Menschen daher der Konsum mehrfach ungesättigter Fettsäuren, die sich zum Beispiel in ausreichender Menge in Olivenölen oder Nuss- oder Fischölen befinden.

Das übermäßige Essen von rohem Obst und Gemüse sollte vermieden werden. Salate sollten nicht mehr als dreimal in der Woche gegessen werden. Obst sollte dagegen zum Teil gedünstet zu sich genommen werden.
Wer unter Gewichtsabnahme leidet, sollte Fleisch in pürierter Form, z. B. als Fleischsuppe zu sich nehmen.

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist essentiell

Ältere Menschen haben oft das Problem, dass sie zu wenig trinken. Nahrung in flüssiger Form einzunehmen, ist ein guter Weg, um einem Flüssigkeitsmangel entgegenzuwirken. Wer drei Mahlzeiten am Tag isst, kann diese flüssig einnehmen und damit bis zu 500 ml Flüssigkeit aufnehmen. Wenn Flüssigkeiten in Form von Getränken eingenommen werden, dann sollten diese warm und über den Tag verteilt getrunken werden.

Kaffee kann mit ayurvedischem Zucker „Sharkara“ und etwas Sahne gesüßt werden. Der Kaffee wird als eine „Mahlzeit” angesehen. Bis zur nächsten Nahrungsaufnahme sollten daher drei bis vier Stunden vergehen.

Kleine Mahlzeiten gegen den Hunger

Blähungen, Sodbrennen, Völlegefühl und plötzlich eintretendem Heißhunger kann auf diese Weise entgegengewirkt werden. Auf individuelle Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Lebensmittelallergien ist unbedingt zu achten. Im Laufe des Alters kann es passieren, dass ein Mensch immer mehr Unverträglichkeiten auf bestimmte Nahrungsmittel entwickelt.
Viele Menschen leiden unter einer Autoimmunerkrankung. Gerade im Alter sind daher eine Glutenunverträglichkeit und eine Fruktoseintoleranz zu testen.