Die Füße tragen täglich das gesamte Körpergewicht des Menschen. Trotz dieser verantwortungsvollen Aufgabe wird ihnen kaum Beachtung geschenkt. Sie werden als selbstverständliches „Werkzeug“ zum Transport des eigenen Körpers wahrgenommen. Tatsächlich handelt es sich beim Fuß um eine sehr komplexe körperliche Struktur. Mehr als ein Viertel der Knochen des menschlichen Körpers befinden sich in den Füßen. Sie sind sehr stabil und widerstandsfähig. Fehlstellungen oder Verspannungen der Füße wirken sich auf den gesamten Körper aus. Rücken- und Nackenprobleme können teilweise auf Probleme der Füße zurückgeführt werden.

Fußgymnastik in der Pflege

In der Pflege sollten die Füße aus den genannten Gründen eine besondere Beachtung erfahren. Tägliche Fußgymnastik kann enorm zum Wohlbefinden des Menschen beitragen. Auch diversen Erkrankungen kann auf diesem Wege vorgebeugt werden, beispielsweise sinkt das Thromboserisiko.

Weitere positive Effekte der Fußgymnastik bestehen in der Stärkung von Muskeln und Sehnen, der Stabilisierung der Fußgelenke, der Minimierung von Fehlhaltungen, der Förderung des Gleichgewichts und der Durchblutung, der Reduzierung des Sturzrisikos, dem Schutz vor Krampfadern, der Schmerzlinderung und der Vorbeugung von Fußschwäche.

Geeignete Fußübungen leicht selbst durchführen

Fußgymnastik kann problemlos zuhause durchgeführt werden. Hierzu eignen sich mehrere Übungen. Im Folgenden finden Sie drei exemplarische Übungen, die einfach durchgeführt werden können.

  1. Greifübungen

Sie benötigen lediglich ein kleines Handtuch. Dieses breiten Sie auf dem Boden aus und versuchen es anschließend mit den Zehen zu greifen. Gelingt Ihnen dies, versuchen Sie das Handtuch mit den Zehen „einzukrallen“ und anzuheben. Um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, können Sie das Handtuch durch einen Stift oder einen anderen kleinen Gegenstand ersetzen.

  1. Übung mit dem Igelball

Nehmen Sie einen Igelball oder einen „Massageroller“. Legen Sie diesen auf den Boden und setzen Sie sich auf einen Stuhl. Rollen Sie anschließend eine Minute lang mit dem Fuß über den Igelball. Wiederholen Sie die Prozedur pro Fuß mehrfach.

  1. Zehen- und Fersenstand

Stellen Sie sich auf die Zehenspitzen und bleiben Sie für einen kurzen Moment in dieser Position. Kehren Sie anschließend in die Ausgangsposition zurück. Wiederholen Sie die Übung mehrfach.

Versuchen Sie anschließend, Ihre Zehenspitzen zu heben und ausschließlich auf der Ferse zu stehen. Achten Sie darauf, dass keine Schmerzen auftreten. Halten Sie diese Position für einen kurzen Moment und senken Ihre Zehenspitzen anschließend wieder. Wiederholen Sie auch diesen Stand mehrfach. Anschließend sollten Sie einige Schritte gehen, um Ihre Füße wieder zu „lockern“.