Keine Frage, die Menschen heutzutage haben eine höhere Lebenserwartung als noch die Generationen vor ihnen. Trotzdem bedeutet ein längeres Leben nicht automatisch mehr Lebensqualität. Die Frau hat heute eine durchschnittliche Lebenserwartung von 82,8 Jahren, der Mann von 77,7 Jahren. Die „gesunde Lebenserwartung“ bei Frauen beträgt hingegen nur 72,1 Jahre und bei Männern 71,9 Jahre. Dementsprechend würde das bedeuten, dass Frauen zehn Jahre und Männer fast sechs Jahre ihres Lebens im Alter mit Krankheit verbringen. Die Freude um die Steigung der Lebenserwartung wird bei genauerer Betrachtung also gedämpft: Ein längeres Leben bedeutet nicht automatisch ein Besseres. Damit die Lebensqualität auch im Alter erhalten bleibt und Krankheiten vorgebeugt wird, gilt es einige Dinge zu beachten. Im Folgenden haben wir zehn Tipps für Sie zusammengestellt, wie Sie sich vor Krankheiten im Lebensabend schützen können.

1. Sportlich bleiben

Sport hält jung und geistig fit. Wer regelmäßig Ausdauersport betreibt, minimiert außerdem das Risiko von Herz-Kreislauf-Krankheiten. Zudem wird das Verletzungsrisiko im Alter minimiert – eine stärkere Muskulatur sorgt für mehr Stabilität der Knochen und beugt Brüchen vor.

Bevor Sie jedoch vom Sportmuffel zum Superathleten mutieren, sollten Sie sich auf jeden Fall von einem Arzt durchchecken lassen. Denn gerade, wenn man längere Zeit inaktiv war, sind Sportverletzungen nicht auszuschließen und man sollte langsam mit dem Training beginnen.

2. Gewicht kontrollieren

Fettgewebe im Bauchbereich kann sich fördernd auf Krankheiten, wie Diabetes oder Herz- und Gefäßleiden, auswirken. Wer auf sein Gewicht achtet und deutliches Übergewicht vermeidet, kann dem entgegenwirken und schont gleichzeitig seine Gelenke.

Um Warnhinweise für Krankheiten und Muskelschwund frühzeitig zu erkennen, ist es außerdem wichtig, mit steigendem Alter die Waage im Auge zu behalten und Gewichtsverluste aufmerksam zu verfolgen. Wenn Sie alleine nicht wissen, welches Gewicht für Sie gesund ist und wie Sie dieses erreichen können, so lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt beraten.

3. Gesund ernähren

Mit der Gewichtskontrolle in einem gewissen Maße verbunden, ist die gesunde Ernährung. Ausreichend frisches Obst und Gemüse sorgen nicht nur dafür, dass Sie mit allen wichtigen Nährstoffen und Vitaminen versorgt werden, sondern auch Ihr Gewicht wird sich automatisch auf ein gesundes Level einspielen, wenn Sie sich bewusst ernähren. Zudem wird das Immunsystem gestärkt und somit werden Krankheiten oder sogar einer Frühjahrsmüdigkeit vorgebeugt.

Im Internet finden Sie zahlreiche Rezepte, die Ihren Speiseplan auffrischen können. Dabei sollte man nicht vergessen: Nicht nur die Nahrung ist wichtig, sondern auch das Trinken sollte man nicht vergessen! Sofern medizinisch nichts dagegenspricht, sollte man am Tag mindestens zwei Liter Flüssigkeit in Form von Mineralwasser oder Tees zu sich nehmen.

4. Gute Freunde treffen

Dass der Mensch ein soziales Wesen ist, ist längst kein Geheimnis. Gerade im Alter ist es wichtig, Menschen um sich herum zu haben, mit denen man sich austauschen kann. Das regt nicht nur die Gehirnaktivität an, sondern kann sogar Demenz vorbeugen. Aber auch Alltagsaktivitäten können gut zu zweit oder in einer Gruppe ausgeführt werden. Mit Freunden spazieren gehen tut Ihnen also doppelt gut: Zum einen tun Sie etwas für Ihre Gesundheit, zum anderen stärken Sie soziale Bindungen.

5. Schlechte Angewohnheiten loswerden

Viele kennen das leidige Thema mit dem Rauchen aufzuhören. Nichts scheint dem Menschen schwerer zu fallen als alte Gewohnheiten über Bord zu werfen. Wenn Sie Ihrer Gesundheit jedoch einen Gefallen tun wollen, sollten Sie zweimal hinschauen, welche täglichen Gewohnheiten Ihnen schaden: Rauchen oder übermäßiger Alkoholgenuss gehört dazu. Auch hier gilt: Wenn Sie von alleine nicht die Kraft finden, schlechte Gewohnheiten wie das Rauchen zu ändern, konsultieren Sie Ihren Hausarzt.

6. Zur Vorsorge gehen

Niemand geht gerne zum Arzt, doch ist gerade der Gang zum Mediziner wichtig, um frühzeitig Krankheiten zu erkennen. Auch wenn einem vermeintlich nichts fehlt, sollte man deshalb das Angebot der Vorsorge in Anspruch nehmen. Die Krankenkasse übernimmt einige der Vorsorge-Untersuchungen – informieren Sie sich einfach im Internet, bei Ihrer Krankenkasse oder direkt bei Ihrem Hausarzt.

7. Genügend Zeit für sich nehmen

Dauer-Stress macht krank und kann das Immunsystem schwächen und Herzerkrankungen begünstigen. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig Auszeiten vom Alltagsstress zu nehmen und das zu tun, worauf man wirklich Lust hat: sei es ein gutes Buch zu lesen oder Stress beim Pilates abzubauen. Hauptsache, man macht etwas, was sich vom Rest des Alltages unterscheidet und die Gedanken auf etwas Anderes lenkt.

8. Neues lernen

Herausforderungen annehmen und Neues lernen – das beugt nicht nur der Langeweile vor, sondern ist auch gut für Ihr Gehirn. Denn jedes Mal, wenn wir etwas Neues lernen, bilden sich frische Verschaltungen im Gehirn, wodurch die geistige Leistungsfähigkeit aufrechterhalten wird. Scheuen Sie sich also nicht, auch mit fortgeschrittenem Alter noch ein neues Instrument oder eine neue Sprache zu erlernen – es erhöht Ihre Chancen, gesund alt zu werden.

9. Zahnpflege betreiben

Kranke Zähne wirken sich auf den gesamten Körper aus. So gilt Parodontitis beispielsweise als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Krankheiten. Wer regelmäßig zum Zahnarzt geht und darüber hinaus eine gute Zahnpflege betreibt, kann dem vorbeugen.

10. Humor behalten

Zahlreiche Studien haben untersucht, wie sich eine positive Lebenseinstellung auf die Gesundheit auswirkt. Das Ergebnis: Optimisten scheinen länger zu leben. Natürlich sind solche Studien eher misstrauisch zu betrachten, trotzdem kann eine gute Portion Optimismus und Humor im Leben nicht schaden – die Lebensqualität wird sich automatisch erhöhen. Also denken Sie daran: Wer öfter über Situationen lacht, anstatt alles negativ zu sehen, dem geht es automatisch besser.