Wenn der Blutdruck zu niedrig ist, wird von Hypotonie gesprochen oder auch Blutniederdruck. Das ist der Fall, sobald die Blutdruckwerte geringer sind als 100 bis 110 zu 60 mmHg. Bei älteren Menschen liegen die Werte meist etwas höher. Anzeichen hierfür können sich in Form von schwachem Kreislauf, Schwindelgefühlen und Atemnot bemerkbar machen. Um einen niedrigen Blutdruck anzuheben, sind nicht zwangsläufig Medikamente notwendig. Schon durch bestimmte Maßnahmen wie Kalt-Warm-Duschen oder Bewegung an der frischen Luft kann der Blutdruck erhöht werden. Auch durch eine Umstellung der Ernährung kann eine blutdrucksenkende Wirkung erzielt werden.

Nahrungsmittel, die sich dafür eignen einen niedrigen Blutdruck anzuheben

Salz: Salz eignet sich optimal dafür den Blutdruck anzuheben, weil Salz im Körper Wasser bindet und den Blutdruck dadurch steigen lässt. Die meisten Betroffenen haben morgens einen besonders niedrigen Blutdruck. Hier empfiehlt sich der Verzehr einer salzhaltigen Speise. Das kann z. B. eine Laugenbrezel sein. Die Wirkung zeigt sich schnell und das Wohlbefinden kehrt zurück.
Menschen, welche allerdings unter einer Funktionsstörung der Nieren leiden oder Herzprobleme haben, sollten eine salzhaltige Ernährung meiden. Da der Körper bei einer Nierenfunktionsstörung oft Wasser und Natrium (Kochsalz) zurückhält, kann durch eine stark salzhaltige Ernährung Bluthochdruck entstehen. Aus diesem Grund ist sie in diesen Fällen zu vermeiden.

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr: Damit der Blutdruck hoch bleibt, hat der Betroffene auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Durch das Wasser wird das Blut verdünnt. Das Blutvolumen verbleibt auf einem ausreichend hohen Stand. Der menschliche Körper braucht zwei bis drei Liter Flüssigkeit am Tag. Hierfür eigenen sich Wasser, Früchtetee, Kräutertee, grüner Tee oder ungesüßte Säfte.

Kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt einnehmen: Bei der Einnahme zu großer Mahlzeiten hat das Verdauungssystem des Menschen viel zu tun. Dafür brauchen die Verdauungsorgane Blut, was dann an anderer Stelle „fehlt”. Bei Menschen, die unter einem niedrigen Blutdruck leiden, kann es dadurch zu Schwindel bis zur Ohnmacht, extremer Müdigkeit oder Übelkeit kommen.

Gepökeltes Fleisch und geräucherte Lebensmittel: Diese Lebensmittel weisen einen hohen Salzgehalt auf. Die Fleischsorten werden zuvor mit Salz eingerieben. So wird das Fleisch über mehrere Monate haltbar gemacht. Bei der geräucherten Ware ist das Fleisch durch unterschiedliche Hölzer veredelt.

Seefisch: Er enthält mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

Salzgebäck: Bei sich anbahnenden Schwindelanfällen, die auf niedrigen Blutdruck zurückzuführen sind, eignet sich Salzgebäck sehr gut als eine Art Erste-Hilfe-Maßnahmen.

Rote Beete Saft: Empfohlen sind zwei Gläser Saft für eine Woche.

Lakritz: Hier blockiert die Süßholzwurzel das Cortisol spaltende Enzym.

Rosinen: Rosinen sind gut für die Nebennieren. Der Blutdruck bleibt im Normbereich.

Zitronenwasser: Zitronenwasser beugt Dehydration vor. Empfohlen wird ein Glas warmes Wasser, vermengt mit dem Saft einer halben Zitrone und einer Prise Salz am Morgen, noch vor dem Frühstück.

Absprache mit dem Hausarzt

Wichtig ist, dass vor einer Selbstdiagnose und dem Durchführen entsprechender Maßnahmen, ein Arzt konsultiert wird, um Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder hormonelle Ungleichgewichte, welche einer weiteren Behandlung bedürfen, auszuschließen. Vor allem ältere Menschen sollten ihren Blutdruck regelmäßig kontrollieren oder kontrollieren lassen, da ein zu geringer Blutdruck zu einer unzureichenden Versorgung lebenswichtiger Organe führen kann. Die älteren Blutgefäße können bei Lagewechseln wie dem plötzlichen Aufstehen das Blut mitunter nicht schnell genug weiter transportieren, wodurch es zu einem starken Abfall des Blutdrucks und plötzlicher Ohnmacht kommen kann.