Jeder sehnt sich nach einem guten Gedächtnis bis in das hohe Alter. Aufgrund dessen sollten die Menschen stets offen für Neues sein. Welche Möglichkeiten zur Verfügung stehen, um sich geistig fit zu halten, erfahren Betroffene im nachfolgenden Beitrag.

Das Gehirn wandelt sich stetig im Verlauf des Lebens. Es bilden sich durchgehend neue Assoziationen zwischen den jeweiligen Nervenzellen. Sobald Menschen neues Wissen erlangen, strukturieren sich alte Inhalte neu. Je älter die Menschen werden, desto rascher nehmen die Fähigkeiten ab, innovative Verbindungen herzustellen. Dieser Prozess macht sich vor allem bei den Gedächtnisleistungen bemerkbar.

Ein wenig Altersvergesslichkeit ist typisch. Jedoch fällt die geistige Fähigkeit im Alter nicht ausnahmslos ab. Dabei kann das Gehirn eines 60-Jährigen leistungsfähiger sein als das eines 35-Jährigen. Das Geheimnis dahinter ist, den Denkapparat stets vor neue Herausforderungen zu stellen. Nur so entstehen neue Verknüpfungen zwischen den Nervenzellen.

Körperliche, geistige sowie soziale Aktivitäten sind bedeutend

Wie lässt sich eine Herausforderung für das Gehirn schaffen? Menschen, die etwas Neues lernen, aufnehmen oder verarbeiten. Dazu zählt vor allem das Lernen einer Fremdsprache oder eines Instruments. Ebenso die Erlebnisse während einer Reise regen das Gehirn an. Es entwickeln sich jedes Mal neue Verbindungen zwischen den Nervenzellen. Aufgrund dessen ist ein gesundes sowie aktives Leben entscheidend für die Leistungsfähigkeit des Gehirns. Nachfolgend erhalten Betroffene ein paar Tipps, um bis in das hohe Alter einen klaren Kopf zu bewahren.

  • 1. Gesunde Ernährungs- und Lebensweise: Eine ausgewogene, gesunde Ernährung ist Voraussetzung für einen klaren Geist. Erfahrungsgemäß bremsen sie die Altersvergesslichkeit des Gehirns. Elementar sind vor allem eine nährstoffreiche Ernährung, Vitamine sowie Omega-3-Fettsäuren.
  • 2. Sport für den Kopf: Bewegung wirkt sich ebenso positiv auf das Gehirn aus. Empfehlenswert sind dabei vorrangig Ausdauersportarten. Sport sorgt für eine bessere Durchblutung und wirkt sich positiv auf das Wachstum des Gehirns aus. Das belegen zahlreiche Studienergebnisse. Chronisch erkrankte Menschen sollten vor Beginn des Sports ärztlichen Rat einholen.
  • 3. Soziale Umgebung: Äußerst bedeutend ist der Kontakt zu anderen Menschen. Ein Gehirn ist darauf ausgelegt, mit anderen Menschen zu kommunizieren. Bereits ein Gespräch ist deshalb ein gutes geistiges Training.

Tiefgreifend üben und lernen

Unzählige Menschen sind sich sicher, bereits etwas für die Leistungsfähigkeit ihres Gehirns zu tun. Ob Kreuzworträtsel oder das Mitraten bei Quizshows – alle erfreuen sich großer Beliebtheit. Allerdings gelten diese Übungen als wenig effizient, was zahlreiche Studien nachweisen.

Um die gesamten geistigen Fähigkeiten anzusprechen, ist das Gehirnjogging effektiv. Ziel des Gehirnjoggings ist es, alle geistigen Fähigkeiten anzusprechen. Dabei müssen die Aufgaben jedoch dem jeweiligen Bildungsstand entsprechen, was gewiss nicht einfach ist. Die Menschen sollten dabei weder überfordert noch unterfordert sein. Nur so lässt sich durch Gehirnjogging den gewünschten Erfolg erzielen. Ferner müssen die Übungen durchaus facettenreich sein, um die jeweiligen mentalen Bereiche zu erreichen. Sie sollten vor allem aus der Koordination von Bewegung und Sinnesorganen bestehen. Darüber hinaus sollten die Übungen die Aufmerksamkeit, Intelligenz, Gedächtnis und Konzentration sowie das Durchhaltevermögen umfassen.

Wer sein Gehirn trainiert, sollte das nicht vor einer Entspannungsphase tun, auch vor dem Schlafengehen ist kein optimaler Zeitpunkt. Wenn eine Aufgabe nicht verständlich ist, eignet sie sich nicht für die betroffene Person. Sinnvoll ist es, auf einfachere Übungen zurückzugreifen. Nur so lässt sich Stress vorbeugen und eine ideale Leistung erzielen. Betroffene sollten sich nicht von unnötigen Daten überfluten lassen. Für eine siegreiche Arbeit sind einwandfrei funktionierende Ohren und Augen von großer Bedeutung.

Kann Demenz verhindert werden?

Die Bezeichnung Demenz umfasst zahlreiche Erkrankungen. Dabei tritt die Alzheimer-Erkrankung am häufigsten auf. Allerdings haben alle Demenzarten eine Gemeinsamkeit: Die Nervenzellen im Gehirn werden schleichend zerstört. Dies führt zu einem Verlust der geistigen Fähigkeit. Derzeit ist leider unklar, ob kognitives Training eine Demenzerkrankung verringert. Allerdings deuten ebenso zahlreiche Hinweise in diese Richtung. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass Betroffene damit beginnen, solange sie noch gesund sind.