Sich bewusst und gesund zu ernähren, sollte in jedem Lebensalter angestrebt werden. Aber gerade bei älteren Menschen ist es besonders wichtig, den Körper nicht mit schädlichen Stoffen zu belasten. Da erwiesen ist, dass falsche Ernährungsgewohnheiten langfristig zu einer Vielzahl von Krankheiten führen können, ist es nie zu spät, daran etwas zu ändern. Neben Erkrankungen des Herz- und Kreislaufsystems, sind bei Senioren oft Probleme mit dem Verdauungsapparat oder dem Stoffwechsel vorhanden. Die Körperfunktionen, wie zum Bespiel das Sehen oder Hören, können im Laufe des Lebens nachlassen. Nicht alle dieser Störungen sind unbedingt auf falsche Ernährung zurückzuführen, sondern ein natürlicher Prozess. Aber die meisten gesundheitlichen Beeinträchtigungen lassen sich, mal mehr oder weniger, mit einer gesunden Ernährung beeinflussen. Der Mensch wird nicht nur optisch älter, sondern auch die Abläufe im Organismus verändern sich. So verlangsamt sich zum Beispiel der Stoffwechsel bereits ab Erreichen des sechzigsten Lebensjahres. Da Senioren vergleichsweise weniger aktiv werden, verbrauchen sie in dieser Lebensphase also weniger Energie. Dementgegen steht, dass der Bedarf an Nährstoffen in etwa gleich bleibt. Es entsteht ein gewisses Missverhältnis und dadurch kann ungesundes Übergewicht entstehen. Auch Krankheiten wie Gicht oder Altersdiabetes werden eventuell negativ beeinflusst.

Die ersten Schritte

Jede Veränderung braucht ihre Zeit. Dasselbe gilt natürlich auch für eine Ernährungsumstellung im Alter. Ziel ist es dabei nicht eine Diät zu machen, sondern nach und nach sich bewusster und gesünder zu ernähren. Ohnehin besteht die Meinung, dass ein leichtes Übergewicht bei Senioren nicht unbedingt schädlich ist. Im Falle einer Krankheit kann eine gewisse Energiereserve sogar hilfreich sein. Wichtig ist es nur, nicht zu viel an Gewicht zuzulegen. Ein erster Schritt zur gesunden Ernährung ist es, sich seine vorhandenen Essgewohnheiten genauer und vor allem ehrlich zu betrachten. Ältere Menschen neigen dazu einige Tage hintereinander dasselbe zu essen. Handelt es sich dabei um Obst und Gemüse ist das auch durchaus in Ordnung. Stehen aber Fleisch und Wurst im Vordergrund, könnte man davon ausgehen, dass wichtige Bestandteile wie Ballaststoffe und Vitamine fehlen. Das tägliche Essen sollte leicht und ausgewogen sein. Natürlich muss nicht auf das vielleicht ungesunde Lieblingsessen verzichtet werden, aber es hilft schon die Häufigkeit zu reduzieren.

Wichtig ist, einen genaueren Blick auf die Zutaten zu werfen. Die Lust, Neues und Gesundes auszuprobieren kann durchaus Spaß machen. Viele Abneigungen, vor allem bei Gemüse, entstehen irgendwann im Laufe eines Lebens. Informiert man sich über andere Zubereitungsarten und probiert sie auch aus, kann sich das schnell ändern. Offen zu sein für alles, was man noch nicht kennt oder noch nicht gegessen hat, ist ein weiterer wichtiger Schritt. Gerade beim Obst gibt es vieles zu entdecken, denn neben Apfel und Birne, sind schmackhafte exotische Früchte eine gute Ergänzung.

Mit konkretem Wissen die Umstellung leicht gemacht

Genau wie bei jüngeren Personen, kann man auch bei älteren Menschen nicht immer davon ausgehen, dass sie über wichtige Zusammenhänge von Ernährung und Gesundheit Bescheid wissen. Haben sie sich dafür entschieden ihr Essen umzustellen, hilft es sich zu informieren. Es geht nicht darum, auf alles was schmeckt zu verzichten, sondern eine gesunde Mischung an Nahrungsmitteln zu sich zu nehmen. Wie viel an Obst und Gemüse sollte ich täglich zu mir nehmen, oder welches Gewürz kann Salz teilweise ersetzen, über all diese Fragen können sich auch Senioren informieren. Eine Ernährungsumstellung im Alter gelingt leichter, wenn sie Schritt für Schritt erfolgt. Zum Beispiel kann das gewohnte Frühstück durch ein ballaststoffreiches Müsli mit frischen Früchten ersetzt werden. Oder man ergänzt das Lieblingsessen mit einer Portion gesundem Gemüse. Ungeliebte Milchprodukte, wie Quark, können mit frischen Kräutern oder Obst aufgewertet werden.

Wichtig ist, dass eine gesunde Mischung von Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch zum Ernährungsplan gehört. Oft ist es ratsam, große Portionen zu vermeiden und über den Tag verteilt fünf kleinere Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Achtet man dann noch darauf ausreichend zu trinken, wird die Ernährungsumstellung im Alter sicher gelingen.