Im Zuge körperlicher Anstrengungen, bei Fieber oder Hitze kommt es zur vermehrten Schweißproduktion. Schweiß sorgt für die Kühlung des Körpers. Es handelt sich um einen Vorgang, der mitunter als unangenehm empfunden wird, jedoch lebensnotwendig ist.

Schwitzt jemand aber ohne ersichtlichen Grund, kann das ein Zeichen für einen Herzinfarkt sein. Wer die Anzeichen eines Herzinfarkts kennt, kann entsprechend reagieren und das schlimmste Szenario – den Tod – abwenden.

Welche Faktoren begünstigen ein erhöhtes Herzinfarktrisiko?

Der Herzinfarkt (medizinisch: Myokardinfarkt), der umgangssprachlich als Herzanfall, Herzattacke oder Herzschlag bezeichnet wird, stellt ein akutes und gleichzeitig ein lebensbedrohliches Ereignis dar. Aufgrund der Tatsache, dass es sich um eine Erkrankung des Herzens handelt, muss besonders schnell gehandelt werden.

Doch warum kommt es überhaupt zu einem Herzinfarkt?

Er basiert auf einer Erkrankung des Herzens, ausgelöst durch Durchblutungsstörungen in den Herzmuskeln, medizinisch Ischämie genannt.

Dadurch können gefährliche Blutgerinnsel in einer Engstelle der Herzkranzgefäße entstehen. Eine anhaltende Durchblutungsstörung, welche durch einen Gefäßengpass oder durch ein Blutgerinnsel verursacht wurde, sorgt in erster Linie für Herzrhythmusstörungen und in weiterer Folge für Kammerflimmern. Im schlimmsten Fall tritt der plötzliche Herztod ein.

Diabetes mellitus, die sogenannte Zuckerkrankheit, Bluthochdruck, Übergewicht, ein hoher Cholesterinspiegel, Tabakkonsum oder eine familiäre Vorbelastung können das Risiko eines Infarkts erhöhen. Mangelnde Bewegung und eine falsche Ernährung wirken begünstigend.

Typische Symptome für einen Herzinfarkt

Viele Betroffene klagen über ein Druck- oder Engegefühl in der Brust. Es treten massive Brustschmerzen auf. Die Schmerzen werden, je nach Person, unterschiedlich wahrgenommen. Es können leichte, kaum spürbare Schmerzen sein, bis hin zu extrem starken Schmerzen, die dem Betroffenen Probleme beim Atmen machen können.

Die Schmerzen können in den Schultern, im Hals, in den Bauch oder in den Armen auftreten. Der Schmerz „strahlt“ aus. In weiterer Folge kommen Atemnot, Angstzustände und Übelkeit hinzu. Mitunter können „Vorboten“ eines drohenden Infarkts auftreten, die keinesfalls ignoriert werden dürfen. – Das sind Schlafstörungen, Magenverstimmungen, Schwäche oder Erschöpfung.

Ein Herzinfarkt macht sich meist durch folgende Symptome bemerkbar:

  • ein plötzlicher intensiver Schmerz im Brustbereich
  • linksseitiger Schmerz, welcher sich über bestimmte Körperglieder und -teile zieht
  • betroffen sind: Schulter, Arm, Rücken, Oberbauch und Unterkiefer
  • Schweißausbrüche
  • Übelkeit
  • Erbrechen

Bei älteren Menschen ist ein Herzinfarkt nicht immer leicht zu erkennen. Es ist nicht unüblich, dass Senioren über Symptome klagen, die mit denen eines Herzinfarktes übereinstimmen, aber eben auch passend für ein anderes Krankheitsbild sein können. Es gibt jedoch manchmal Anzeichen, die besonders ernst zu nehmen sind. Dazu zählen Schlafstörungen oder Atemnot.

Diese Symptome können sich bereits Wochen vorher ereignen. – Das muss aber nicht immer so sein. Ein Herzinfarkt kann auch mit nur geringen Beschwerden einhergehen. Dann handelt es sich um einen stummen Infarkt, welcher bei 25 Prozent aller Herzinfarkte auftritt.

Wenn keine Symptome zutreffen

Es kann passieren, dass atypische oder nur sehr geringe Symptome auftreten, welche nicht als Anzeichen für einen Herzinfarkt wahrgenommen werden. Genau deshalb ist es besonders wichtig, regelmäßige Arztbesuche wahrzunehmen, sofern sich Menschen in einem fortgeschrittenen Alter befinden, in dem ein erhöhtes Herzinfarktrisiko besteht. Bei Männern gilt dies im Durchschnitt ab 55 Jahren und bei Frauen ab 65 Jahren. Der Arzt kann dann im Zuge diverser Untersuchungen feststellen, wie hoch das Risiko für einen Herzinfarkt ist. Allerdings hängt das Risiko stark vom allgemeinen Gesundheitszustand und der Lebensweise des Patienten ab.

Wenn Betroffene mit den oben genannten Krankheitssymptomen Sicherheit haben möchte, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann die Anzeichen einschätzen und – wenn notwendig – weitere Untersuchungen einleiten. In jeden Fall sollten Sie einen Arzt aufsuchen, wenn ungewöhnliche und stärkere Beschwerden aufgetreten sind.

Was können die Ursachen eines Herzinfarktes sein?

Folgende Ursachen können zu einem Herzinfarkt beitragen bzw. provozieren:

  • Rauchen von Tabak aller Art
  • hoher Blutdruck
  • Diabetes mellitus
  • zu hoher Cholesterinspiegel
  • Übergewicht
  • falsche Ernährung
  • Übergewicht

Wie verhalten Sie sich richtig?

Wie reagiert man, wenn der Angehörige der Meinung ist, einen Herzinfarkt zu haben? Hier darf keine Zeit verloren werden. Wichtig ist, dass schnell gehandelt wird. In der Zwischenzeit, bevor ein Notarzt eintrifft, geht es um die Versorgung des Patienten. Dieser sollte mit erhöhtem Oberkörper gelagert werden. Entscheidend ist, dass der Betroffene – so gut es geht – beruhigt wird. Wer selbst der Meinung ist, einen Herzinfarkt zu haben, darf ebenfalls nicht zögern und muss den Notruf verständigen.

Wer hofft, dass die Schmerzen und Symptome besser werden, vergeudet oft wertvolle Minuten, die am Ende über Leben und Tod entscheiden. Unter keinen Umständen sollten Betroffene selbständig ins Krankenhaus fahren, sondern sich am besten vom Notarzt, vom Pflegepesonal oder Angehörigen bringen lassen.