Das Thema Versicherung ist stets unangenehm. Sobald Versicherungen abgeschlossen sind, werden keinerlei Gedanken mehr an sie vergeudet. Allerdings ist es lohnenswert, bereits bestehende Versicherungen zu überprüfen. Nur so lässt sich feststellen, ob sie noch den eigenen Anforderungen entsprechen. Insbesondere der Übertritt in das Rentenalter ist ein optimaler Zeitpunkt dafür. Hiermit ändert sich im Regelfall der Versicherungsbedarf. Diverse Versicherungen empfehlen sich dann nicht mehr. Weitere Versicherungen sollten an die aktuelle Lebenssituation angepasst werden. Im nachfolgenden Beitrag gibt es Informationen darüber, welche Versicherungen elementar sind und welche nicht.

Die Haftpflichtversicherung

Eine private Haftpflichtversicherung bleibt ein Leben lang unverzichtbar. Jeder haftet für Sach- und Personenschaden und das ändert sich nicht mit dem Alter. Allerdings bieten zahlreiche Versicherungen Tarife für Senioren an. Ferner gibt es die Möglichkeit, eine Umstellung auf einen Partnertarif vorzunehmen. Die Versicherungssumme sollte dabei pauschal mindestens fünf Millionen Euro betragen. Versicherte sollten darauf achten, dass sie über eine Forderungsausfalldeckung verfügen. Hierbei erhalten sie einen Ersatzanspruch, der in Kraft tritt, wenn bei Schäden der Verursacher nicht dafür aufkommen kann. Empfehlenswert ist vor allem eine Rechtsschutzversicherung, die eventuelle Prozesskosten übernimmt.

KFZ-Haftpflichtversicherung

Wer im Alter noch ein Fahrzeug fährt, muss eine KFZ-Haftpflichtversicherung besitzen. Dabei ist eine pauschale Deckungssumme anzuraten. Versicherte haben darüber hinaus die Wahl zwischen Teilkasko und Vollkasko. Bei Teilkasko ist das Fahrzeug gegen Schäden versichert, die aufgrund von Wildtieren oder Elementarschäden entstehen. Vollkasko versichert hingegen ebenso selbst verschuldete Unfälle sowie vorsätzliche Beschädigungen durch Dritte. Dabei hängt der Tarif stets vom Wert und Alter des Fahrzeugs ab. Versicherte sparen jedoch eine Menge Kosten, wenn sie der alleinige Nutzer des Fahrzeugs sind. Der Versicherungsbeitrag ist ebenso davon abhängig, wie viele Kilometer im Jahr gefahren werden. Wer nur selten fährt, sollte das seiner Versicherung mitteilen.

Die Hausratversicherung

Diese Versicherung ist ebenfalls im Alter sinnvoll. Insbesondere dann, wenn der Versicherungsnehmer über zahlreiche Wertgegenstände verfügt, ist sie unabdingbar. Hausrat beinhaltet nicht nur Möbel, sondern ebenso Kleidung, Bücher sowie Fahrräder. Allerdings ist darauf zu achten, dass keine Unterversicherung besteht. Der Versicherungswert darf in keinem Fall die Versicherungssumme überschreiten. Die Versicherung zahlt den aufkommenden Schaden nicht vollumfänglich. Aufgrund dessen sollte ein Unterversicherungsverzicht im Versicherungsvertrag geschrieben stehen. Ferner ist es essenziell, dass die Versicherungssumme dem Vermögen entspricht. Wer im Alter in eine kleinere Wohnung umzieht, sollte das der Versicherung melden. Nur so lassen sich zu hohe Beiträge vermeiden.

Die Wohngebäudeversicherung

Die Versicherung ist vor allem für Hauseigentümer von großer Bedeutung und kommt für die gesamten Schäden auf, die das Haus betreffen. Wollen Versicherungsnehmer ihren Wohnraum barrierefrei gestalten, sollte das der Versicherung mitgeteilt werden. Nur so lässt sich eine Unterversicherung vermeiden. Sinnvoll ist, alle Elementarschäden mit abzudecken. Dazu zählen vor allem Zerstörungen aufgrund einer Überschwemmung, Lawine sowie Erdbeben.

Berufsunfähigkeit sowie Krankentagegeld

Berufsunfähigkeitsversicherungen und Krankentagegeldversicherungen sind im hohen Alter nicht mehr notwendig. Allerdings laufen diese Verträge nicht zwangsläufig aus, wenn das Rentenalter erreicht ist. In dem Fall sollte die jeweilige Versicherung annulliert werden. Die entsprechenden Fristen sind im Vertrag niedergeschrieben. Dabei ist zumeist eine Kündigung per E-Mail oder per Briefschreiben ausreichend.

Die Sterbegeldversicherung

Zahlreiche Menschen möchten ihren Hinterbliebenen nicht die Kosten für die Bestattung aufbürden. Aufgrund dessen schließen sie eine Sterbegeldversicherung ab. Hierbei erhalten die Hinterbliebenen im Sterbefall einen Geldbetrag. Jedoch zahlt der Versicherte zumeist hohe Summen, in der Regel sogar mehr als die Hinterbliebenen erhalten. Diese Versicherung ist lediglich lohnenswert, wenn der Sterbefall wenige Jahre nach Abschluss des Vertrags eintritt. Alternativ können Versicherte selbst Geld für die Hinterbliebenen zurücklegen.