Bei der Alzheimer-Krankheit handelt es sich um eine degenerative Erkrankung des Gehirns. Sie ist durch eine krankhafte Vergesslichkeit geprägt, die im Verlaufe der Erkrankung immer weiter zunimmt. Während die ersten Symptome der Erkrankung von den Betroffenen noch verborgen werden können, ist eine selbstständige Lebensführung in späteren Stadien nicht mehr möglich. Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Form der Demenz.

Die kognitiven Fähigkeiten der Betroffenen gehen im Verlaufe der Erkrankung immer weiter verloren. Während zu Beginn lediglich eine stärkere Vergesslichkeit festgestellt werden kann, kommt es im späteren Verlauf der Erkrankung zu weitgehenden Beeinträchtigungen. Erinnerungen an die Vergangenheit verschwinden, die Betroffenen erkennen nahe Angehörige nicht mehr, verlieren jegliche Orientierung und sind nicht mehr in der Lage, selbstständig zu leben.

Das Erkennen der Alzheimer-Krankheit ist für Angehörige im Anfangsstadium häufig schwierig. Zu Beginn der Erkrankung ist den Betroffenen bewusst, dass sie Dinge vergessen. Dieser Umstand ist ihnen häufig unangenehm, was dazu führt, dass sie die Symptomatik vor Angehörigen verbergen. Erst im weiteren Verlauf der Erkrankung verschwindet das Bewusstsein über die Krankheit.

Welche Warnsignale gibt es?

Dennoch existieren einige Warnsignale, die von Angehörigen beachtet werden sollten. Werden die Symptome bemerkt, sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden. Wird die Alzheimer-Krankheit im Anfangsstadium erkannt, ist es möglich, den Verlauf hinauszuzögern.

  • Vergesslichkeit, die sich auf das tägliche Leben auswirkt

Vergesslichkeit tritt bei vielen Menschen auf, ohne auf eine Erkrankung hinzudeuten. Häufen sich jedoch Vorfälle wie beispielsweise das Vergessen von Namen oder Terminen, kann dies auf eine Einschränkung der Gedächtnisleistung hindeuten. Auch Verwirrtheitszustände, die kaum erklärbar sind, sollten als Warnzeichen wahrgenommen werden.

  • Schwierigkeiten beim Ausführen gewohnter Handlungen

Viele Menschen vergessen ab und zu den Kochtopf auf dem Herd oder denken nicht daran, eine bereits zubereitete Nachspeise zu servieren. Alzheimer-Kranke vergessen darüber hinaus jedoch, gekocht zu haben. Beim Anblick des Topfes auf dem Herd erinnern sie sich nicht daran, das Essen zubereitet und dort vergessen zu haben. Häufen sich derartige Vorfälle, sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden.

  • Sprachprobleme

Werden einfache Wörter vergessen oder durch unpassende Füllwörter ersetzt, liegt ein deutliches Warnzeichen für eine Alzheimer-Erkrankung vor.

  • Orientierungsprobleme

Orientierungsprobleme, die in der gewohnten Umgebung auftreten, deuten auf das Vorliegen einer Demenz hin. Das zeitweise Vergessen des Wochentags hingegen kann auch bei gesunden Menschen auftreten.

  • Einschränkung der Urteilsfähigkeit

Vielen Menschen fällt es schwer, sich dem Wetter angemessen zu kleiden. Wird bei sommerlicher Hitze jedoch ein Wintermantel getragen oder der Bademantel als angemessene Kleidung in der Öffentlichkeit angesehen, liegt vermutlich eine Erkrankung vor.

  • Probleme mit dem abstrakten Denken

Demenzkranken fällt es schwer, Zahlen einzuordnen oder einfache Rechnungen durchzuführen. Dieser Umstand ist von anderen Schwierigkeiten bei komplexen Angelegenheiten abzugrenzen. Es ist normal, dass es älteren Menschen schwer fällt, einen Computer zu bedienen oder ein Bankkonto zu führen. Können Zahlen jedoch nicht mehr korrekt eingeordnet werden oder werden simpelste Rechnungen nicht korrekt gelöst, liegt eindeutig ein ernsthafteres Problem vor.

  • Verlegen von Gegenständen

Das Verlegen des Schlüssels oder des Portmonees kann als normal gesehen werden. Landen diese Gegenstände jedoch im Kühlschrank oder im Backofen, ohne dass die Betroffenen wissen, wie sie an diese Orte kommen, sollte die Ursache dieser Erscheinung ärztlich abgeklärt werden.

  • Abrupte Stimmungsschwankungen

Schwankt die Stimmung älterer Menschen ohne ersichtlichen Grund sehr plötzlich, liegt ein Warnzeichen vor.

  • Persönlichkeitsänderungen

Eine leichte Veränderung der Persönlichkeit ist im Rahmen des Alterns als normal einzustufen. Starke Änderungen stellen jedoch ein Warnsignal dar.

  • Verlust des Antriebs

Geht das Interesse an Hobbies verloren oder zieht die betroffene Person sich von gewohnten Aktivitäten zurück, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.

Das Auftreten der genannten Warnsignale muss nicht unbedingt auf eine Alzheimer-Erkrankung zurückzuführen sein. Auch andere Erkrankungen können einzelne Symptome auslösen. Werden die Warnsignale bemerkt, sollte aber in jedem Falle ein Arzt aufgesucht werden.