Eine Bestattungsverfügung regelt den Ablauf der BeerdigungDie Auseinandersetzung mit dem Thema Tod nimmt im Alter eine immer größere Rolle ein. Auch wenn viele ältere Menschen dieses Thema scheuen, ist die Beschäftigung mit dem Sterben, vor allem mit dem eigenen Tod, wichtig und sollte bewusst erfolgen. Hierzu gehört es auch, gewisse Vorbereitungen zu treffen, um sich und die Hinterbliebenen abzusichern.

In einer Bestattungsverfügung wird dokumentiert, was nach dem eigenen Tod was mit den sterblichen Überresten passieren soll. Diese Erklärung ist bindend und nimmt Angehörigen im Todesfall eine schwere Entscheidung ab. Die Beerdigung kann mithilfe der Verfügung so ablaufen, wie sich das der Verstorbene gewünscht hätte – Trauerfeier, Bestattungsart und Grabdesign eingeschlossen.

Was gehört zu einer Bestattungsverfügung?

Aus juristischer Sicht ist die Bestattungsverfügung eine Willenserklärung. Sie wird zu Lebzeiten verfasst und ist für die Zeit nach dem Tod gedacht. Je nach Wunsch kann die Verfügung mit Hilfe eines Bestatters oder Notars verfasst werden. Die Verfügung kann zu Lebzeiten jederzeit geändert oder aufgehoben werden.

Inhalt der Bestattungsverfügung sind der Ort der Bestattung, die Art der Bestattung (Feuer-, See- oder Sargbestattung), ein bestimmter Grabredner oder Pfarrer für die Trauerfeier oder die Grabrede, bestimmte Wünsche für die Musik, die gespielt werden soll, die Grabinschrift bzw. wie der Grabstein aussehen soll sowie über den Tod zu informierende Personen. Derjenige, der die Bestattungsverfügung erhält, ist der Totenfürsorgeberechtige. Dieser ist verpflichtet, sich nach den Wünschen des Verstorbenen um die Bestattung zu kümmern.

Die Vorteile einer Bestattungsverfügung auf einen Blick:

  • Der eigene Wille kann bindend und eindeutig formuliert und festgehalten werden.
  • Die Bestattungsverfügung ist eine Entlastung für Angehörige.
  • Sie beugt möglichen Streitigkeiten in Bezug auf den Willen des Verstorbenen vor.
  • Psychischer Aspekt: Die Bestattungsverfügung setzt die aktive Auseinandersetzung mit den Themen Tod und Bestattung voraus.

Die Bestattungsverfügung unterliegt keiner speziellen Formvorschrift

Am besten sollte die Verfügung handschriftlich und mit Unterschrift formuliert werden, damit keine Zweifel an der Echtheit des Schreibens aufkommen können. Alternativ kann das Dokument in gedruckter Form geschrieben werden, dann benötigt es die Bestätigung des Hausarztes oder eines Notars. Diese Bestätigung dient dazu, aufzuzeigen, dass die Verfügung unter freiem Willen und ohne Zwang verfasst wurde.

Die Bestattungsverfügung sollte an einem Ort hinterlegt werden, an dem die Angehörigen sie ohne Probleme finden können oder der Verfasser gibt sie direkt der betreffenden Person.