Regelmäßige Bewegung ist eine der Grundvoraussetzungen für die Gesundheit des Menschen. Gerade im fortgeschrittenen Alter sollte man auf nicht nur untätig zuhause sitzen, sondern sich bewegen und auf diese Weise das Herz-Kreislauf-System, die Gelenke und den gesamten Bewegungsapparat des Körpers flexibel und belastbar halten.

Dazu eignen sich sportliche Betätigungen, die sich an den körperlichen Möglichkeiten dessen orientieren, der sich sportlich betätigen möchte. Beispielsweise kann Yoga für Senioren eine solche Sportart sein.

Tatsächlich haben Untersuchungen gezeigt, dass Yoga z. B. den Gleichgewichtssinn fördern und in der Lage sind, Muskelverspannungen aufzulösen. Dadurch werden Rückenschmerzen gelindert und die Bewegungsfähigkeit gestärkt.

Yoga ist auch in hohem Alter erlernbar

Jeder Mensch, egal welchen Alters, ist in der Lage, Yoga zu praktizieren, selbst in sehr hohem Alter oder bei körperlichen Beeinträchtigungen. Bereits nach wenigen Wiederholungen sind Atmung und Bewegung miteinander im Einklang. Yoga kann also auch auf körperlich geschwächte Menschen positive Auswirkungen haben.

Durch die Übungen wird das Körperempfinden verbessert, die Muskulatur und die Gelenke gekräftigt, die Konzentrationsfähigkeit gefördert, der Lymphfluss und die Durchblutung verbessert und die Gefahr von Erkrankungen verringert. Weil Yoga zudem die Gelenke und Beinmuskulatur kräftigt, wird die Gefahr von Stürzen vermindert. Außerdem führen die Atemübungen zu einer Entspannung von Körper und Geist.

Altersgerechte Yoga-Übungen

Damit das Yoga Freude bereitet und nicht zu einer Belastung wird, ist es wichtig, dass die einzelnen Übungen sich an den körperlichen Möglichkeiten und eventuellen Einschränkungen orientieren. Schließlich sind Bänder, Knochen und Muskeln bei Senioren oft weniger leistungsfähig. Zudem lässt die Motorik und auch die Kraft in den Gelenken nach. Außerdem haben ältere Menschen häufig mit Rheuma, Arthritis oder Herzbeschwerden zu kämpfen. Deshalb sollten sich ältere Menschen vor der Aufnahme einer sportlichen Betätigung von ihrem Hausarzt ihre Fitness bescheinigen lassen und Yoga nur mit kompetenter Anleitung durch einen Yoga-Lehrer praktizieren. Dieser muss vor dem Beginn einer Übung eventuelle Beeinträchtigungen der Teilnehmenden abfragen und die Übungen darauf abstimmen.

Während der Übungen ist es für Senioren nicht so wichtig, bestimmte Yoga-Figuren lange zu halten, da das zu Schmerzen führen kann. Auch eine perfekte Ausführung der Übungen ist nicht der wesentliche Bestandteil, sondern die Anzahl der Wiederholungen sowie die Achtsamkeit bezüglich der Entspannung bzw. der Atmung. Viele Übungen lassen sich auch mit Hilfe eines Stuhles in sitzender Haltung oder durch Abstützen an einer Wand ausführen, sodass mögliche Beeinträchtigungen nicht schlimmer werden. Natürlich stehen noch andere Hilfsmittel zur Verfügung. So gibt es Yogakissen, Haltegurte oder Yogaklötze, die eine sinnvolle Hilfe sein können. Inzwischen gibt es Yoga-Kurse, die von den Krankenkassen übernommen werden. Sehr einfache Übungen findet man beispielsweise beim Kundalini-Yoga. Wer als Senior Yoga praktizieren möchte, der sollte vor allem in sich hineinhören und die eigenen Grenzen akzeptieren.